Entstehungsgeschichte

St. Stefan-Finkenstein wurde nach dem Aussterben des Geschlechtes der Finkensteiner zwischen 1335 und 1340 selbstständige bischöfliche Pfarre. Bis dahin war sie ein Teil der Mutterpfarre Maria Gail, wenngleich die Kirche am Kanzianiberg auch schon Eigenkirche der Herrschaft Finkenstein war.

Jedenfalls wird am 4. Juli 1340 erstmals ein Pfarrer von St. Stefan-Finkenstein urkundlich erwähnt. Wenn es also um 1340 einen Pfarrer von St. Stefan-Finkenstein gab, dann gab es zu diesem Zeitpunkt auch eine Kirche in St. Stefan.

Die erste Kirche entspricht ziemlich genau dem heutigen Mittelschiff, der Kirchenraum war mit einer flachen Holzdecke versehen. Ob der Altarraum annähernd die heutige Form hatte oder er nur aus einer halbrunden Apsis bestand, das kann heute nicht mehr beurteilt werden. 1472/1480 in der Notzeit des Landes als die türkischen Horden das Land plünderten, wurde die Kirche rasch zu einer Wehrkirche ausgebaut und mit einer hohen Mauer umgeben. Die Kirche wurde erhöht und mit Schießscharten versehen, heute sind noch drei Schießscharten im Chorbereich und eine über dem Mittelschiff zu sehen.

Nach dem großen Dorfbrand von 1764 unter dem auch die Kirche arg gelitten hat wurde zuerst die südliche Seitenkapelle angebaut und der Turm erhielt den damals der neuesten Mode entsprechenden Zwiebelhelmabschluss. 1774 bekam sie ihr heutiges Aussehen als noch die nordseitige Kapelle angeführt wurde. Innen wurde die Kirche eingewölbt und mit neuen Altären ausgestattet.

Pfarrkirche mit Pfarrhof einst

Pfarrkirche mit Pfarrhof heute

Hochaltar

Der Hochaltar zeigt als Herzstück den Pfarrpatron, den heiligen Stephanus, ihm zur Seite stehen die Apostel links Petrus und rechts Paulus und ganz außen links Johannes der Täufer und rechts der hl. Josef mit Kind.Die heiligste Dreifaltigkeit bildet den krönenden Abschluss des Altares.

Bildergalerie

Rechter Seitenaltar

Dieser Altar dürfte noch vor 1750 entstanden sein und den Brand überlebt haben. Im Mittelpunkt steht die Pieta (Maria mit dem Leichnam Jesu).

Die kleinen Bildchen stellen die Sieben Schmerzen Mariens dar. Die beiden weiblichen Figuren sind wohl die hl. Anna und hl. Elisabeth.Das Aufsatzbild zeigt das Heilig-Haupt-Bild.

Bildergalerie

Linker Seitenaltar

Dieser Altar stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Burgkapelle Finkenstein, mehr als dreihundert Jahre stand er in der Filialkirche St. Gregor in Goritschach.

Angefertigt wurde er in der Villacher Werkstatt des Meisters Heinrich, er ist mit 1517 datiert und zeigt im geöffneten Zustand die Schutzmantelmadonna flankiert von der hl. Margarethe rechts und links von der hl. Katharina. Im Kaiser, der sich mit den anderen Gläubigen unter den Schutz der Gottesmutter stellt, sehen die Kunsthistoriker Kaiser Maximilian.

Bei geschlossenem Zustand in der Fastenzeit und in der Adventzeit sieht man von links die vier hl. Frauen, die hl. Ursula mit dem Pfeil, die hl. Barbara mit dem Turm, die hl. Agnes mit dem Schaft und die hl. Dorothea mit dem Blumenkorb.

Die Predella zeigt die Vorfahren Jesu und ist schon im Renaissancestil gemalt. Wer es gemalt hat, ist nicht klar, wenngleich manche dies als Werk des Urban Görtscher sehen wollen. Die Schutzmantelmadonna ähnelt jener in Villach St. Martin und der in Untergreuth bei Latschach, stammen doch alle drei vom gleichen Meister.

Flügelaltar

Taufstein

Der Taufstein stammt aus der Gotik. Statue Johannes der Täufer mit Jesus aus dem Jahr 2006 von Goričkič.

Taufstein

Turmhalle und Vorhalle

In der Turmhalle steht heute das so genannte "Finkensteiner Relief" (um 1380) möglicherweise war es eine Altarabschrankung.

Es zeigt auf der einen Seite das Martyrium des hl. Stephanus in vier Bildern, während die andere Seite die Verkündigung und den Erzengel Michael als Seelenwäger darstellt.

In der äußeren Vorhalle stehen heute das alte Friedhofskreuz und ein alter Grabstein von 1547 einer Witwe des Wolfgang von Moshaim zu Landschach, eine geb. Erolzheim (eine weitschichtige Verwandte des Siegismund von Dietrichstein).

Neben der nördlichen Eingangstür stehen zwei gusseiserne Grabsteine, sogenannte Mariazellerarbeiten, Grabsteine der Müllnerner Hammerwerke. Ein letzter Hinweis, dass Müllnern im späten Mittelalter und bis herauf ins 19. Jahrhundert ein bedeutender Industrieort war.

Bildergalerie

Finkensteiner Relief

In der Vorhalle der Pfarrkirche St. Stefan steht heute dieses alte Relief, einst befand es sich neben dem nördlichen Friedhofseingang aber auch dieser Aufstellungsort war nicht der ursprüngliche, denn dieses Relief musste sich im Kircheninneren befunden haben. Reliefs sind in der Kunst nicht so selten, Doppelseitige sind hingegen schon rarer und so steht die Frage im Raum: „Wozu hat es gedient?„ Was war es?

Eindeutig ist zu sehen, dass es sich um einen Architekturteil handelt. Es musste von beiden Seiten gesehen werden können. War es ein Teil eines Lettner, war es ein Fragment einer Chorabschrankung, ein Balustradenteil oder war es der untere Teil eines Tympanons – also ein Giebelfeldteil über dem Eingangstor – was wohl am unwahrscheinlichsten zu sein scheint.

Man kann heute nicht so sicher sagen, was es war, aber nachdem die eine Seite in vier Szenen das Martyrium des Pfarrpatrons Stefanus zeigt, steht es sehr wohl im engen Zusammenhang mit der Pfarrkirche.

Lange hat das Sandsteinrelief der Witterung standgehalten und erst als die Vögel den Stein als Verdauungshilfe entdeckten, ist die zweite Schauseite sehr rasch zerstört worden.

So zeigt die heute beschädigte Seite die Verkündigung und den Erzengel Michael als Seelenwäger (eine ähnliche ältere Darstellung des Erzengels befindet sich auf der Außenseite der Pfarrkirche Maria Gail).

Auf beiden Reliefseiten sind Farbreste sichtbar, der Urzustand muss wohl sehr bunt, sehr farbenfroh gewesen sein.Die Entstehungszeit wird gegen Ende des 14. Jh. (um 1380/90) festzusetzen sein, da sich zu dieser Zeit der Darstellungsstil der Gotik änderte, so ging der etwas strengere Stil in eine weichere Darstellungsweise der Figuren über. Ein Parallelbeispiel gibt es in der Pfarrkirche Spittal/Drau aber doppelseitige Beispiele gibt es in Kärnten kaum.

Finkensteiner Relief

Zgodovina

Po izumrtju roda Bekštanjcev med 1335 in 1340 je postala vas Šteben/Bekštanj samostojna škofijska fara. Do tedaj je bila del matične fare Marija na Zilji, čeprav je bila cerkev na Škocijanski gori tudi že v lasti Bekštanjskega gospostva.

Vsekakor omenijo župnika fare Šteben-Bekštanj prvič uradno 4. julija 1340.Če je torej vas Šteben-Bekštanj imela okrog leta 1340 župnika, potem je po vsej verjetnosti tudi cerkev v Štebnu v tem času že obstajala.

Prva cerkev ustreza precej natanko današnji glavni ladji, cerkveni prostor je imel ravni leseni strop. Ali je imel oltarni prostor približno današnjo obliko ali je bil sestavljen samo iz polokrogle apside, danes ni več možno presoditi.1472/1480 V času, ko je vladala v deželi huda stiska in so vpadale turške čete in izropale deželo, so hitro spremenili cerkev v obrambno cerkev in jo obdali z visokim zidom. Cerkev je bila tudi povečana in opremljena s strelno lino – do danes so ohranjene še tri strelne line v kornem prostoru in ena nad glavno ladjo.

Po velikem vaškem požaru leta 1764, v katerem je bila tudi cerkev močno poškodovana, so najprej prizidali južno stransko kapelo in stolp je dobil čebulasto kupolasto streho, ki je takrat ustrezala najnovejši modi.Leta 1774 so dodali kapelo na severni strani in tako je cerkev dobila današnjo obliko. Znotraj so jo še vbočili in opremili z novimi oltarji.

Veliki oltar

V osrednjem delu velikega oltarja je upodobljen farni patron, sveti Štefan, njemu ob strani pa stojijo apostoli – na levi apostol Peter in na desni Pavel, in čisto zunaj na levi strani je naslikan Janez Krstnik ter desno sveti Jožef z otrokom. Sv. Trojica tvori umetniški višek oltarja.

Desni stranski oltar

Oltar sedmih Marijinih bolečinTa oltar je najbrž bil zgrajen pred letom 1750 in ni bil poškodovan v požaru. V središču je Pieta (Marija z Jezusovim truplom). Majhne slikice uprizarjajo sedem bolečin Marije. Obe ženski postavi verjetno upodabljata sveto Ano in sveto Elizabeto. Slika na nastavku oltarja kaže Jezusovo sveto glavo.

Levi stranski oltar

Ta oltar je poprej najverjetneje stal v Bekštanjski grajski kapeli, več kot tristo let se je pa nahajal v podružni cerkvi Šv. Gregor v Zagoričah.Izdelan je bil v Beljaški delavnici mojstra Henrika, datiran je z letom 1517 in kaže v odprtem položaju Marijo zavetnico, ki jo spremljata na obeh straneh sv. Marjeta na desni in sv. Katarina na levi. Umetnostni zgodovinarji domnevajo, da cesar, ki se z drugimi verniki postavlja v varstvo božje matere, upodablja Cesarja Maksimilijana.V zaprtem položaju v postnem ter v adventnem času je možno videti od leve štiri svete žene, sveto Uršulo s puščico, sveto Barbaro s stolpom, sveto Nežo z ročajem ter sveto Dorotejo s cvetlično košaro.PredellaPredella kaže Jezusove prednike in je že slikana v renesančnem stilu. Ni znano, kdo je bil slikar, čeprav bi nekateri radi pripisali umetnino Urbanu Görtscherju.

Krstni kamen

Krstni kamen izvira iz gotike, kip Janeza Krstnika z Jezusom pa je naredil Goričkič leta 2006.

Bekštanjski relief

V stolpni dvorani se danes nahaja tako imenovani 'Bekštanjski relief' (okrog 1380), ki je mogoče služil kot oltarna ograja. Na eni strani je upodobljeno mučeništvo sv. Štefana v štirih slikah, medtem ko prikaže druga stran oznanjenje in nadangela Mihaela kot duhovnega zavetnika.

zunanji lopa

V zunanji lopi se danes nahajata stari pokopališki križ in stari nagrobnik iz leta 1547, ki je bil last vdove Wolfganga von Moshaim zu Landschach, rojena Erolzheim (bila je oddaljena sorodnica Siegismunda von Dietrichstein).Poleg severnih vhodnih vrat sta postavljena dva nagrobnika, tako imenovana izdelka Marijinega Celja, nagrobnika iz Mlinarskih fužin. Zadnji napotek: Mlinare so bile od poznega srednjega veka vse do 19. stoletja pomemben industrijski kraj.